Während Deutschland auf die Krisenherde der Welt schaut und Kanzler Merz das Land auf die »Bedrohung aus dem Osten« einschwört, ist die Bundehauptstadt offenkundig nicht in der Lage, die Sicherheit der eigenen Infrastruktur zu garantieren: Der Stromausfall in Berlin, der rund 45.000 Privathaushalte mitten im Winter von Licht und Wärme abgeschnitten hat und 2.200 Unternehmen noch auf Tage lahmlegen wird, ist nicht das Ergebnis einer Naturkatastrophe oder eines Unfalls, sondern die Folge eines linksextremistischen Terrorakts. Die Behörden geben zu: Das Bekennerschreiben der anarchistischen »Vulkangruppe« ist nach bisherigem Ermittlungsstand echt. Und es ist nicht der erste Terrorakt, für den diese Vereinigung verantwortlich zeichnet.
2018 legte die »Vulkangruppe« ein Starkstromkabel in Berlin-Charlottenburg lahm. Zweimal bereits sabotierte sie die Stromversorgung des Tesla-Werks in Brandenburg, 2021, als es sich noch im Bau befand, dann noch einmal im März 2024 – 12.000 Mitarbeiter mussten nach Hause geschickt werden, weil alle Arbeiten zum Erliegen kamen. Wie so oft, wenn es in Deutschland zu Terrorakten kommt, hätte man also gewarnt sein können. Doch da linksextremistische Gewalt von Politik und Medien systematisch verharmlost – oder im schlimmsten Falle – als »ehrenwert motiviert« eingestuft wird, erfolgten keine wirksamen Präventionsmaßnahmen. Berlins Oberbürgermeister nannte den Kai Wegner den Terrorakt zwar »inakzeptabel«, stand aber rasch in der Kritik, weil er stundenlang nicht zu Krisensitzungen erschienen war. Dabei räumte selbst seine Stellvertreterin Franziska Giffey ein, es sei ein massiver Einsatz von Sprengstoff nötig gewesen, um einen derart gewaltigen Schaden an der betroffenen Kabelbrücke zu verursachen.
Die jährlich wiederkehrenden Silvesterkrawalle in den migrantisch geprägten Vierteln der Hauptstadt, bei denen auch in diesem Jahr erneut Feuerwehrleute und Polizisten tätlich angegriffen wurden, bringen die Berliner Sicherheitsbehörden bereits jetzt über ihr Belastungslimit hinaus. Terroristen haben in diesem Chaos ein leichtes Spiel, weil sich niemand mehr an die Problemherde der Stadt heranwagt, die dem Senat längst über den Kopf gewachsen sind. Auch während des Stromausfalls erwies sich: Berlin ist für große Krisen nicht gewappnet, viele Behörden wissen noch nicht einmal um ihre Rolle im Katastrophenschutz. Sitzungen wurden verpasst und Warnungen überhört. Die Bürger warteten deshalb vergeblich auf die dringend benötigte Hilfe. Nach ein paar Tagen der Aufregung wird auch in diesem Jahr wieder der Mantel des Schweigens über die katastrophale Sicherheitslage gedeckt werden – während Kanzler Merz nach außen hin den Retter Europas gibt.
Vor allem müßte nun aber auch dem letzten Realitätsverweigerer klar sein: Wenn 45.000 Privathaushalte einem Blackout ausgesetzt werden, die Gesundheitsversorgung der Bürger bedroht ist und diese sogar Angst vor Plünderungen haben müssen, dann entlarven sich die angeblich »ehrenwerten« Linksterroristen als menschenverachtende Kriminelle. Die »Vulkangruppe« bekannte sich offen dazu, keinerlei Mitleid mit ihren Opfern zu empfinden – welche Bekenntnisse braucht es noch, um ihre Brutalität deutlich vor Augen zu führen? Bevor die Bundesregierung die Bürger auf Wehrhaftigkeit nach außen einschwört, muß sie sich zuvorderst einmal um die Sicherheit im Inneren verdient machen. Man muß allerdings kein Schwarzseher sein, um vorauszusagen, daß alles im alten Trott weitergehen wird.






