Es ist schon eine ganze Weile her, daß die Deutsche Fußballnationalmannschaft — die zwischenzeitlich nicht mehr so heißen durfte — eine Weltmeisterschaft gewonnen hat. »Go woke, go broke« gilt eben auch für den DFB. Durch die politische Instrumentalisierung hat der Sport seine Unschuld verloren.
Fußball ist in unserem Land besonders beliebt, deswegen mangelt es nicht an peinlichen Versuchen erfolgloser Politiker, durch eine Nähe zu diesem Volkssport etwas von seinem Glanz zu erheischen. Deswegen mißbraucht unser Nanny-Staat das Stadion für politische Indoktrination.
Und nun soll auch noch Außenpolitik hinzukommen:
Oke Göttlich, DFB-Vizepräsident und Chef des erfolglosen FC St. Pauli, ruft zum Boykott der WM auf. Damit will er ein Zeichen gegen den US-Präsidenten Donald Trump setzen. Politische Unterstützung erfährt der Sportfunktionär ausgerechnet von der CDU: Zunächst springt ihm der außenpolitische Sprecher Jürgen Hardt bei, dann windet sich CDU-Fraktionschef Jens Spahn bei »Berlin Direkt«.
Ob sich Trump davon beeindrucken läßt? Wenn Deutschlands katastrophale Außenpolitik der letzten Jahre eines gezeigt hat, dann dies: Boykottpolitik erreicht in der Regel das Gegenteil dessen, was eigentlich beabsichtigt war.
Bitte laßt Sport wieder einfach nur Sport sein! Eine Regierung soll Sport fördern, aber der Rest muß endlich wieder Privatsache bleiben dürfen.






