Die manipulierte »Zivilgesellschaft«

Der beste Schutz vor Manipulation ist das Wissen um die Methoden. Es lohnt sich daher, einen Fachbegriff bekannter zu machen:

► Astroturfing bezeichnet das Vortäuschen einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung für eine Meinung, ein Produkt oder eine politische Position, die in Wirklichkeit von einer kleinen Gruppe oder einem Auftraggeber (z. B. Unternehmen, Lobbyisten, Parteien) gesteuert wird.

Die Bezeichnung leitet sich von einer amerikanischen Kunstrasen-Marke ab und spielt auf die künstliche Inszenierung einer politischen »Graswurzelbewegungen«  an.

»Einmal aufgedeckt, ernten solche Aktionen fast durchweg ein negatives Presseecho. Den Medien kommt eine wichtige Kontrollfunktion zu, wenn es darum geht, vorgetäuschte Grassrootskampagnen offenzulegen. […] Nur wenn die Quelle und Financiers von Kommunikationsaktivitäten transparent sind, ist die Legitimität des Grassrootslobbying gegeben.«
Kathrin Voss, APuZ 

In Deutschland haben wir es vor allem mit einer Sonderform zu tun: Sogenannte »Nicht«regierungsorganisationen treten als professionelle Kampagnenagenturen auf, inszenieren künstlich Skandale , treiben staatliche Institutionen mit Prozessen (Lawfare) vor sich her und organisieren Massendemonstrationen. Neben einigen verblendeten Mitläufern rekrutiert sich der vermeintlich authentische Protest im Kern aus von Staatsgeldern abhängigen Beschäftigten — wozu im weitesten Sinne auch die Prominenz aus dem von Fördertöpfen abhängigen Kulturbetrieb zu zählen ist. Ob es um »Klimaschutz«, »gegen Rechts« oder um einen fragwürdigen »Feminismus«, wie bei der aktuellen Collien-Fernandez-Kampagne: Man sieht immer dieselben Organisationen und Wortführer.

Was es zu einer Form des Astroturfing macht, ist die verdeckte oder indirekte staatliche Finanzierung und die Rollenverteilung. Es ist immer das selbe Prinzip:

► Die Regierung will politische Maßnahmen umsetzen, für die es nur wenig Zuspruch bei den Bürgern gibt.

Variante 1:
Künstliche Skandale produzieren einen Handlungsnotstand, für die die längst vorbereiteten unpopulären Gesetze die Lösung darstellen sollen.

Variante 2:
Die Regierung geht mit den ihren Maßnahmen nicht weit genug und die »Zivilgesellschaft« erzeugt mit orchestrierten Demonstrationen den mediale Eindruck, als wolle die Mehrheit eine radikalere Umsetzung.

Letztlich handelt es sich dabei um keinen echten Protest, sondern um Regierungsparaden.

Björn Höcke Portrait

Herzlich willkommen auf meinem Blog. Machen Sie sich ein eigenes Bild und lesen Sie aus erster Hand, für welche Werte ich stehe und welche Politik ich umsetzen will.

Jeder Beitrag zählt!
Icon-Termine_Farbe