Die deutschen Medien sprechen von »Schülerprotesten« in Frankreich – die Gründe klingen erst einmal verständlich und sind uns auch aus Deutschland vertraut: Überfüllte Klassen, marode Schulgebäude, ständiger Unterrichtsausfall. Überforderte Lehrer und Schüler, die nicht zu Unrecht fürchten, vor einer Zukunft ohne berufliche Perspektiven zu stehen. Zu meiner Zeit als Lehrer habe ich erst die Anfänge dieser Entwicklung gesehen und seitdem sie seitdem mit Sorge verfolgt. Grundsätzlich habe ich viel Verständnis für jeden, der diese Zustände zugunsten der Schüler verbessern will. Doch haben wir es in Frankreich schwerlich noch mit legitimen Protesten zu tun.
Was wir aus den öffentlich-rechtlichen Medien erfahren, ist nur eine Seite der Medaille. Sie schweigen über die Welle der Gewalt, welche von den »harmlosen Schülerprotesten« ausgeht. Längst wurde der Aufstand der Schüler von jenen Gruppierungen gekapert, die man in Frankreich als »islamo-gauchisme« beschreibt: Eine Allianz aus gewaltbereiten Linksextremisten und ihren islamistischen Verbündeten. Und schon entstehen jene Bilder, die uns auch aus den Problembezirken Berlins erschreckend bekannt vorkommen: Brennende Fahrzeuge und Sachbeschädigung. Auch vor Menschen wird nicht halt gemacht: Ein Lehrer, der versuchte, ein Feuer vor seiner Schule zu löschen, wurde mit Benzin übergossen. Was vordergründig als Kampf für soziale Gerechtigkeit etikettiert wird, dient letztlich nur als Vorwand für ausufernde Gewalt. Hier denkt man an den jüngsten Wahlerfolg der Linken in Berlin, welche das ganz reale Problem der Wohnungsnot in der Hauptstadt aufgriffen, um im Clanmilieu auf Stimmenfang zu gehen.
Mit Ilaria Salis, einer linken italienischen EU-Abgeordneten, die auch mit Ursula von der Leyen auf gutem Fuß stehen soll, haben die Randalierer eine Verbündete in gut vernetzten politischen Kreisen gefunden. Sie will die Gewalt auch in ihr Heimatland tragen. Und wieder gibt es eine Parallele zu Berlin: Vor allem die sogenannte »Migrantifa« in sozialen Brennpunkten ist ihre Zielgruppe.
Der AfD wird häufig »Populismus« vorgeworfen, weil sie drängende soziale Probleme anspricht. Auch die »Elephanten im Raum«, über die in Deutschland nicht gern gesprochen wird. Doch während wir diese Probleme auf dem Boden des Gesetzes und auf friedliche Weise angehen wollen, setzen Linksextremisten auf Chaos, Gewalt und Umsturz. Die Politik schweigt, die »Zivilgesellschaft« ebenfalls. Kann der »Kampf gegen rechts« ein Land wirklich so blind gegenüber der realen Gefahr für unser Land machen?






