Eine Serie linksextremer Hackerangriffe sorgt derzeit für Schlagzeilen. Auffällig ist die Methode der publizistischen Datenwäsche: Hacker stehlen private Daten und Journalisten bestellen den Pranger für politische Gegner. Die Täter bleiben anonym und bekannte Medien werden zur zitierbaren Quelle. Bei der Oppositionsbekämpfung geht im politisch-medialen Komplex alles Hand in Hand. Bei den jüngsten Angriffen auf AfD, NIUS und Ein Prozent sticht vor allem der Name einer CORRECTIV-Autorin heraus: Lilith Wittmann bot anderen Redaktionen die erbeuteten Datensätze zur Auswertung an.
»Wenn irgendeine Redaktion den Datensatz in Aleph braucht, einfach kurz mit E-Mail die ihr in dem jeweiligen Aleph* habt bescheidsagen 😉« — Lilith Wittmann auf teapawt.net am 05.11.2026; Fehler im Original.
*Aleph ist eine Plattform für investigative Datenrecherche und den Austausch von Dokumenten.
Bei CORRECTIV arbeitet sie unter anderem mit Dominik Lenze zusammen, der zuvor für den ZEIT-»Störungsmelder« schrieb, einer Schnittstellen der Hamburger Wochenzeitung zur militanten Antifa. Von einem ZEIT-Redakteur stammte dann auch eine interessante Presseanfrage an einen der Spender von Ein Prozent: Offensichtlich arbeitet Christian Fuchs derzeit an einem Artikel, in dem Förderer des Solifonds, der Opfer linksextremer Gewalt, migrantischer Übergriffe und politischer Repression unterstützt, an den Pranger gestellt werden sollen. Christian Fuchs war bereits gemeinsam mit dem ZDF-Journalisten Laurenz Schreiner aufgefallen, als die beiden das private Umfeld des anonymen YouTubers »Clownswelt« bedrängten.
Die Vorgehensweise erinnert an die Zersetzungsstrategie der Stasi: Politische Gegner ausspähen, private Verbindungen offenlegen, Unterstützer verunsichern. Die Beschaffung bleibt anonym, die Veröffentlichung genießt den Schutz der Pressefreiheit — aus Datenhehlerei wird »Journalismus«. Eine arbeitsteilige, organisierte Einschüchterungs- oder Erpressungsstruktur. Hinzu kommt gezielte Desinformation, wie im Zusammenhang mit der groß angelegten CORRECTIV-Kampagne »Geheimplan gegen Deutschland« vom Januar 2024.
Interessant sind auch die Namen, mit denen sich die Hackergruppen auf Indymedia der Taten rühmen: Beim AfD-Hack trat eine Gruppe namens »Hexane« auf; beim Ein-Prozent-Hack eine Gruppe namens »Propane«. Beide Bezeichnungen sind englische Namen von Alkanen, einer Stoffklasse gesättigter Kohlenwasserstoffe. Nach der »Vulkangruppe« haben wir nun also auch eine »Alkangruppe«.






