Nach zwei Wochen verzeichnet mein Gespräch bei {ungeskriptet} allein auf Youtube fünf Millionen Aufrufe, hinzu kommen die Zuschauer auf Spotify. Ich möchte mich noch einmal bei Ben Berndt für seine Offenheit bedanken – und für seine Steherqualitäten! Denn der Sturm der Entrüstung, der über den Podcaster hereinbrach, ist eine ganz eigene Geschichte. Gehässige Hintergrundberichte über seine Person, der Druck auf seine Werbepartner bis hin zu Wolfram Weimers (warum ist der eigentlich noch im Amt …?) Forderung nach einer staatlichen Regulierung von Youtube — das alles wegen einer Selbstverständlichkeit: daß man miteinander spricht.
Es zeigt, daß wir uns in der letzten Phase eines erbitterten Kulturkampfs um die Deutungshoheit befinden. Die Nerven des politisch-medialen Komplexes liegen blank. Sie können ihre Narrative nur noch mit Repression und Zwangsfinanzierung verbreiten. Dort, wo die Bürger noch frei wählen können, entscheiden sie sich für alternative Medien. Ben Berndt erreicht mit einem vergleichsweise winzigen Budget Reichweiten, von denen »Der Spiegel« inzwischen nur träumen kann. Deswegen schreiben sie über ihn — um ihn »einzuordnen«, um Freidenker einzuschüchtern und nicht zuletzt: um von seiner Popularität wenigstens ein bißchen zu profitieren.
Das sollten wir uns auch als Partei immer bewußt machen: Ganze Journalistengenerationen verdanken ihre Karriere dem öffentlichen Interesse an der AfD*. Da gibt es jene, die abseits von allen journalistischen Standards immer bemüht sind, uns zu verleumden, die sich an Schmutzkampagnen beteiligen und akribisch nach Themen suchen, mit denen sie von außen einen Keil in unsere Reihen treiben können. Wir kennen das Spiel seit über zehn Jahren, doch noch immer finden sich einige Hinterbänkler dazu bereit, unsere Gegner zu füttern. Wir sollten lieber die freien Medien unterstützen, als aus Geltungssucht die eigene Partei zu schädigen.
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* Eine davon, Melanie Amann, kam übrigens nun selbst in Bens Podcast »ohne Einordnung« 😉 zu Wort.






