Ist Familiengründung ein Risiko?

2025 gab es nur noch 650.000 Neugeborene. Das sind 350.000 weniger, als Menschen starben. Ein historischer Tiefststand. Die demographische Katastrophe ist kein Zufall: Nach der Einführung der Antibabypille stürzte die Geburtenrate im Westen von 2,54 (1964) auf 1,38 (1978). In der DDR zeigte die Politik, daß es auch anders geht: mit günstigen Ehe-Darlehen, Wohnungs-Vorrang und bezahltem Babyjahr stieg die Rate zeitweise auf 1,94.

Heute ist Kinderlosigkeit oft selbstgewählt. Doch viele Paare, die sich Kinder wünschen, scheitern an harten Realitäten:

• Das eigene Nest wird unbezahlbar. Große Wohnungen sind kaum zu finden, kinderreiche Familien werden von Vermietern oft abgelehnt. Ein Eigenheim? 1950 brauchte man dafür fünf Jahreseinkommen, 2025 sind es 9,2 – in München sogar 17,7. Wer mit 30 kauft, ist erst mit 60 schuldenfrei.

• Wer in Unsicherheit lebt, gründet keine Familie. Hohe Lebenshaltungskosten, lange Ausbildungszeiten, befristete Jobs, teure Kindergartenplätze (falls man überhaupt einen bekommt) und Abstiegsängste sorgen dafür, daß die Familiengründung immer weiter nach hinten geschoben wird. Wer aufschiebt, bekommt im Schnitt weniger Kinder.

• Der gesellschaftliche Wandel tut sein Übriges. Karriere und Selbstverwirklichung stehen an erster Stelle. Die Großfamilie als Rückhalt gibt es kaum noch. Die Kinder ziehen zum Studium weg und kommen selten zurück.

Nicht jede Entwicklung läßt sich politisch umkehren. Aber der Staat kann sehr wohl die Rahmenbedingungen schaffen, damit die Familiengründung kein Risiko sein muß – es braucht dazu aber den politischen Willen.

Björn Höcke Portrait

Herzlich willkommen auf meinem Blog. Machen Sie sich ein eigenes Bild und lesen Sie aus erster Hand, für welche Werte ich stehe und welche Politik ich umsetzen will.

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