Was ist nach dem schrecklichen Mißbrauchskandal von Rotherham passiert?
2014 erschien ein Untersuchungsbericht, der die gesamte Tragweite der Verbrechen offenbarte: In den Jahren zwischen 1997 und 2013 wurden 1.400 Kinder und Jugendliche in der Stadt Rotherham und Umgebung durch hauptsächlich pakistanischstämmige sogenannte »Grooming«-Banden* systematisch mißbraucht und sexuell versklavt. Fast noch schlimmer als das komplette Versagen der Polizei waren die Versuche seitens der Politik, das schreckliche Geschehen zu verschleiern und die Strafverfolgung zu vereiteln. Die Befürchtung, in der Bevölkerung Rassismus zu schüren, wog aus Sicht der Verantwortlichen schwerer als das Recht auf Information.
Infolge der bandenmäßigen Vergewaltigungen der Minderjährigen wurden mehr als 100 Kinder geboren, die den Müttern entweder von den Tätern oder den Behörden weggenommen und zwangsweise zur Adoption freigegeben wurden. Der Bericht dokumentierte auch, daß die Behörden in vielen Fällen schlicht nicht eingeschritten, wenn sich die Opfer hilfesuchend an sie wandten.
Aktuelle Zahlen zeigen zudem, daß sich das Problem seither weiter ausgebreitet hat: Mehr als 18.700 mutmaßliche Opfer von sexueller Ausbeutung Minderjähriger wurden von den lokalen Behörden in den Jahren 2018/19 identifiziert, die tatsächlichen Zahlen liegen wahrscheinlich jedoch weit höher. Fünf Jahre zuvor wurden 3.300 Opfer erfaßt.
Der damalige britische Innenminister (und heutige Finanzminister) Sajid Javid versprach 2018 eine Überprüfung »spezifischer Charakteristika« dieser Form des organisierten Verbrechens. Javid, der selbst Moslem und Sohn eines pakistanischen Einwanderers ist, schloß wegen der Herkunft der Täter »kulturelle Gründe« als Ursache für die Verbrechen nicht aus.
Unsere liberale westliche Zivilisation blockiert sich inzwischen ideologisch selbst und hat darüber die Fähigkeit verloren, sich den großen, kulturell bedingten gesellschaftlichen Problemen entgegenzustellen. Das führt zu der grotesken Situation, daß aus Angst vor »Rassismus«-Vorwürfen der tatsächlich gewaltsam praktizierte Rassismus Fremder geduldet und verleugnet wird. Denn die Opfer dieser »Grooming«-Banden haben ebenfalls ein übereinstimmendes Merkmal: Die minderjährigen Opfer wurden von den Tätern als »Dirty Gori« bezeichnet, eine umgangssprachliche pakistanische Bezeichnung für weiße Mädchen.
Fast 19.000 Opfer – was für ein Wahnsinn! Jedes dieser Kinder hat Eltern, Angehörige. Der Kreis der unmittelbar und mittelbar Betroffenen ist groß. Wenn der Staat seinen Kernaufgaben nicht nachkommt, zu denen gehört, daß die innere Sicherheit gewährleistet und die Schwächsten in der Gesellschaft geschützt werden, wird das Vertrauen in die Institutionen des Staates verspielt. Und was das in letzter Konsequenz bedeutet, kann sich jeder selbst vorstellen.
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* »Grooming« (zu Deutsch sinngemäß »Anbahnung«) wird die gezielte Kontaktaufnahme Erwachsener mit Minderjährigen in sexueller Mißbrauchsabsicht bezeichnet, indem stufenweise das Vertrauen der Kinder erschlichen wird.






