Wie die Kirche von Napoleon profitiert

Steuerlast statt Seelentrost? Gratismut statt geistlicher Erbauung? Viele Deutsche sind unzufrieden mit dem, was sich in den Kirchengemeinden abspielt und quittieren diese Unzufriedenheit mit ihrem Austritt. Rund 660.000 Mitglieder haben 2025 die großen Kirchen verlassen. Die Kirchen sind dennoch eine der bestfinanzierten »NGOs« unseres Landes. 12,6 Milliarden Euro fließen allein aus der Kirchensteuer in ihre Kassen. Was weniger bekannt ist: Darüber hinaus erhalten die Kirchen noch etwa 600 Millionen Euro jährlich als Entschädigungsleistungen. Das geht auf die Napoleonischen Kriege zurück, als deutsche Fürsten für ihre Gebietsverluste aus Kirchenvermögen entschädigt wurden. Schon die Weimarer Verfassung von 1919 sah vor, diese Zahlungen gegen eine einmalige Entschädigung einzustellen, diese Forderung wurde 1949 in das deutsche Grundgesetz übernommen.

Getan hat sich inzwischen nichts. Zum einen steht jetzt eine Summe von 33 Milliarden Euro als Einmalzahlung im Raum, zum anderen geben die beteiligten Bundesländer offen zu, ihr »gutes Verhältnis« zu den Kirchen nicht gefährden zu wollen. Betrachtet man das »staatsfreundliche« Agieren der heutigen Kirchenvertreter, verwundert es nicht, daß der politische Wille fehlt, das Abkommen zu beenden. »Queere« Gottesdienste, Migrationsromantik und natürlich der »Kampf gegen rechts«: Vor allem die protestantischen Gemeinden laufen seit Jahren jedem ideologischen Trend hinterher und machen sich damit zum Sprachrohr der etablierten Politik. AfD-Wähler hingegen werden rücksichtslos ausgegrenzt, selbst wenn sie sich seit Jahren ehrenamtlich in sozialen Belangen engagiert haben.

Beim »Kampf gegen rechts« hingegen fragen die Kirchen nicht lange nach, mit wem sie sich ideologisch ins Bett legen. So bot die evangelische Kaufmannsgemeinde in Erfurt dem Bündnis »Widersetzen« am 10. Juni ihre Räume für ein »Aktionstraining« gegen den AfD-Parteitag an. Wenig überraschend rief »Widersetzen« dabei auch zu illegalen Aktionen auf. Im Nachhinein distanzierte sich die Gemeinde davon, so als seien die Absichten des Bündnisses nicht im Vorfeld schon deutlich erkennbar gewesen.

Die deutschen Kirchen können auf ein bequemes staatliches Finanzpolster zurückgreifen, das in der etablierten Politik aus offensichtlichen Gründen niemand abschaffen will. »Wie lange noch?«, fragt auch die AfD-Fraktion Thüringen berechtigt nach. Allein im Freistaat werden pro Jahr rund 30 Millionen Euro an staatlichen Leistungen an die beiden großen Kirchen erbracht, obwohl mehr als 70 Prozent der Thüringer konfessionslos sind. Die Verträge lassen sich nicht einseitig kündigen, entschlossene Verhandlungen tun Not. Es ist an der Zeit, diese Interessenverzahnung zu beenden, denn die »Werbeagentur Kirche« muß schlußendlich auch von jenen bezahlt werden, die von ihr mit Verachtung gestraft werden.

Björn Höcke Portrait

Herzlich willkommen auf meinem Blog. Machen Sie sich ein eigenes Bild und lesen Sie aus erster Hand, für welche Werte ich stehe und welche Politik ich umsetzen will.

Jeder Beitrag zählt!
Icon-Termine_Farbe