Wenn die Energie vom Wetter abhängt, wird es teuer: Bei einer Dunkelflaute muß Strom aus dem Ausland eingekauft, aber eine Netzüberlastung muß genauso vermieden werden. Bei einem Überangebot von Wind- und Solarstrom müssen wir das Ausland sogar dafür bezahlen, daß es unseren Strom abnimmt. Das weiß jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt hat – doch die Windkraftlobby hofft auf Wunder.
Nun hat die Bundesnetzagentur, die kurioserweise von einem Grünen und Habeck-Vertrauten namens Klaus Müller geleitet wird, eine Idee: Wenn sie schon das Wetter nicht beeinflussen kann, so könnte sie doch mit erhöhten Netzentgelten die Industrie dazu zwingen, nur dann zu produzieren, wenn es der Agentur paßt — also wenn es die Wetterlage hergibt. Das wäre dann tatsächlich die energiepolitische Rückkehr ins Mittelalter, die ich schon seit Jahren voraussage: Auch damals konnten die Menschen nur Korn malen, wenn genug Wind wehte oder genug Wasser im Mühlbach war. In den Ohren grüner Ideologen mag das genial klingen, doch wie das mit der Planwirtschaft so ist: Es funktioniert nicht.
Anders als beim Kornmahlen kann man in den meisten Fällen moderne, hochkomplexe Industrieproduktion nicht einfach an- und abschalten. Und Sanktionen vertreiben nur noch mehr Unternehmen aus unserem Land.






