Die DDR nannte sich zwar »demokratisch«, doch wer die falsche Meinung hatte, wurde aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt. Die Älteren erinnern sich: Kein Abitur oder Studium bei fehlender FDJ-Mitgliedschaft, Oppositionelle wurden bei bestimmten Berufsgruppen ausgeschlossen, an Beförderungen war auch nicht mehr zu denken.
»Ich komme aus der Zukunft, ich komme aus der DDR«
— Michael Klonovsky
Im Umgang mit der AfD nähert sich die Berliner Republik diesem Zustand Schritt für Schritt weiter an. Obwohl nach dem Kölner Urteil die Einstufung der Partei durch den Verfassungsschutz nicht mehr haltbar ist, hält das den Deutschen Beamtenbund nicht davon ab, weiter so zu tun, als habe man es mit erklärten Staatsfeinden zu tun. Der Bundesvorsitzende des größten Dachverbands von Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, Volker Geyer, gab nun an den Vorstand ein Kontaktverbot zur AfD aus. Immerhin ist noch nicht von einem Ausschluß von Mitgliedern die Rede — aber das kommt bestimmt noch.






