Boykott oder Nicht-Boykott der Feierlichkeiten zur Eröffnungsfeier der Paralympics 2026 in Verona? Die deutsche Mannschaft will zwar nicht komplett auf die Teilnahme an diesem Sportereignis verzichten, sich aber auch nicht gemeinsam mit Sportlern aus Rußland und Weißrußland im Amphitheater der italienischen Stadt blicken lassen. Laut einer Pressemitteilung des DBS verbinde man so »sportliche Fokussierung mit einer eindeutig wertebasierten Position«. Es ist eine Bankrotterklärung gegenüber dem olympischen Gedanken.
Ursprünglich hatte Verbandspräsident Hans-Jörg Michels sich noch gegen einen solchen Boykott gestellt, den er aus dem Sport heraushalten wollte. Nun plötzlich die Kehrtwende: Junge Menschen, die sich traditionell in einem friedlichen Wettkampf der Nationen messen sollen, werden stattdessen in weltpolitische Dramen eingespannt. War das die demokratische Entscheidung der Sportler oder der Befehl der Funktionärsclique? Und wie ginge das Letztere mit der offiziellen Werteschaumproduktion zusammen?






